Die Rhätische Bahn in Brandenburg

Anlässlich mehrerer Urlaubsreisen in den Schweizer Kanton Graubünden habe ich die „Rhätische Bahn“ (RhB) kennengelernt. Insbesondere die Bahnstrecken über den Albula- und Berninapass haben mich sehr beeindruckt.

Ich habe daraufhin zunächst begonnen, Fahrzeugmodelle der Firma BEMO nach RhB Vorbild zu sammeln. Später kam auch der Wunsch auf, das Original zu Hause im Modell nachzubilden, und es reiften Planungen für eine Modulanlage in Form eines Rechtecks. Die Teile wurden dabei in Anlehnung an einzelne Streckenabschnitte der RhB gestaltet. Das Modul „Filisur“, mit einer Größe von 3,15 x 1,0 m, ist nach sechsjähriger Bauzeit 2012 fertiggestellt worden. Es stellt den Bahnhof Filisur mit dem alten Gleisplan vor seinem Umbau in den Jahren 2003 - 2004 dar. Unterhalb der Bahnhofsebene ist ein Schattenbahnhof als Abstellanlage für insgesamt fünf Züge integriert. Das zweite Modul „Bärentritt“ ist im Winter 2012/2013 fertiggestellt worden. Hier wird die bekannte, zwischen zwei Tunnelportalen gelegene, Brücke im Tal der Landwasser auf der Strecke von Davos nach Filisur nachgebildet. Das dritte Modul ist ohne direktes Vorbild und zeigt ein kleineres Viadukt. Nach nun insgesamt zehnjähriger Bauzeit ist im Frühjahr 2016 das vierte und letzte Modul „Wiesen“, mit der Nachbildung der bekannten Station im Landwassertal, fertiggestellt worden.

Das Fahrzeugmaterial auf der Anlage stammt mit wenigen Ausnahmen von der Firma BEMO. Wegen der besonderen Weichenverbindungen im Bereich des Bahnhofes Filisur wurden BEMO Standartgleisen verlegt. Die Anlage ist mit dem Rautenhaus Digitalsystem digitalisiert und wird mit einem Gleisbildstellwerk auf Basis der TrainController Software gesteuert. Die Bausätze der Bahnhofsgebäude Filisur und Wiesen, des Hotels Grischuna, der Wohnhäuser in Wiesen, der Nebengebäude wie u. a. Lokschuppen und Schalthaus sowie die Drehscheibe wurden vom Modellbau Atelier Pirovino in Igis bezogen. Für den Geländebau wurde überwiegend Material von der Firma Silhouette eingesetzt.

im März 2016

Text und Fotos: Michael Appelt