Albulaanlage der MEGO

Mit der Stuttgarter Stadtbahn zur Albula-Linie...

...die Modell-Eisenbahn-Gruppe-Ostfildern e.V. - kurz MEGO- macht es möglich. Unweit der U-Bahn-Haltestelle Ruit konnte 2001 der 1992 gegründete Verein seine neuen Räumlichkeiten von ca. 110 qm beziehen. Obwohl mehrere Anlagenteile vom ersten Domizil mitgezügelt wurden, stellt auf Grund der vielen Anpassungen die Anlage am neuen Standort praktisch einen kompletten Neubau dar, lediglich die Landschaft hinter dem Bahnhof von Bergün blieb fast vollständig erhalten. Den beiden neuen 10 geleisigen Schattenbahnhöfen St.Moritz und Chur folgte der neue Landschaftsteil, der den Streckenverlauf oberhalb von Alvaneu mit dem Schmittentobel, dem Zalainttunnel und dem Landwasserviadukt (in Planung) wiedergibt. Im folgenden Landwassertunnel windet sich der Zug über einen 4,5-fache Gleiswendel hinab und erreicht den Nebenraum und damit den Bahnhof Filisur.

Die Stichstrecke nach Davos wird lediglich von einem Pendelzug bedient.Hinter Filisur windet sich der Zug über 18 Meter durch den Greifensteintunnel und über die Stulser-Tobel hinauf zur Kreuzungsstation Stuls. Hinter Stuls folgt eine 5-fach Wendel. Der Zug erreicht wieder Raum 1, überfährt in 2,05 Meter Höhe die Eingangstüre zum Modellraum und begibt sich dann in einer 8-fach Wendel hinab zum Bergüner Stein und wieder ansteigend zum Bahnhof Bergün. Von dort konnte mit einer reinen Fahrstrecke von 24 Metern sehr großzügig das Bergüner Kehrenkarussell nachgebaut werden. Nun geht es auf einem 8,5-fache Gleiswendel hinab zum Schattenbahnhof 2.

Die Anlage ist in drei Strombereiche aufgeteilt und wird mit Selectrix betrieben. Derzeit arbeitet man an der Umsetzung eines vollautomatischen Zweirichtungsbetriebes, in dem aber manuell von den Fahrdienstleistern "Schattenbahnhöfe", "Filisur" und "Bergün" eingegriffen werden kann.

Da die Wendel jeweils zweigleisig aufgebaut wurden, ist ein relativ enger und abwechslungsreicher Zugbetrieb möglich. Dabei gibt der längste Einspurabschnitt mit den Bergüner Kehren den Takt vor. Bei vorbildgerechter Geschwindigkeit benötigt ein Zug von Bergün bis in den Wendel von "Spinas" gut zwei Minuten, ehe der Gegenzug "Fahrt frei" für die Talfahrt bekommt.

Insgesamt benötigt ein Zug für seine rund 180 Meter lange Runde ohne Halt eine Viertelstunde, wobei er über 3 Meter an Höhe erklimmt und wieder herabfährt. Verbaut wurden alles in allem 390 Meter Gleis, 78 Weichen und eine Drehscheibe.

Neben den technischen Belangen, die zum Betrieb einer Anlage gehören, wurde auch viel Wert auf die Nachbildung der Landschaft und den kleinen Dingen links und rechts vom Gleis gelegt, dazu gehört natürlich auch die filigrane, aber funktionslose Oberleitung, die zum Teil bereits montiert und farblich nachbehandelt wurde, so dass sie kaum noch zu sehen ist.

All dies braucht Zeit und so sind viele Teile der Anlage noch nicht durchgestaltet, wie z.B die Stulser Tobel und die bergseitige Ausfahrt Stuls, aber auch die Bergüner Kehren warten noch auf unsere Häuslebauer oder die Bestellung der Wiesen und Felder. Der Bereich um den Landwasserviadukt und die Brücke selber sind noch gar nicht angefangen. Aber das macht Modellbau ja auch aus, die Freude hält an, wenn man daran kreativ schaffen kann.

Über unsere Homepage www.mego-online.de können Interessierte sich über über unser weiteres Wirken gerne informieren und mit uns in Kontakt treten.

Text und Fotos: Frank Daniel